WAND STREICHEN – EINFACH GEMACHT
Eine Wand richtig streichen
Eine Wand zu streichen sieht zunächst ganz einfach aus: Farbe aufrühren, Rolle eintauchen und loslegen. Tatsächlich entscheidet sich ein großer Teil des Ergebnisses aber schon vor dem ersten Farbauftrag.
Ein sauber vorbereiteter Untergrund, eine geeignete Wandfarbe und das richtige Werkzeug machen den Unterschied zwischen einer gleichmäßigen Oberfläche und einem Anstrich mit Streifen, sichtbaren Ansätzen oder abblätternden Stellen.
In dieser Anleitung zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du eine Wand richtig streichst – und worauf wir als Malerfachbetrieb besonders achten.
Das Wichtigste auf einen Blick
Für einen guten Wandanstrich brauchst du:
- einen sauberen, festen und tragfähigen Untergrund,
- eine zum Raum und Untergrund passende Wandfarbe,
- eine hochwertige Farbrolle und einen geeigneten Pinsel,
- ausreichend Abdeckmaterial,
- Zeit für Vorbereitung und Trocknung sowie
- eine gleichmäßige Arbeitsweise ohne längere Unterbrechungen.
Maler-Tipp: Spare nicht bei der Vorbereitung. Sie dauert häufig länger als das eigentliche Streichen, entscheidet aber maßgeblich über das Ergebnis.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Zeitaufwand: Für eine normale Wand solltest du einschließlich Abdecken und Vorarbeiten ungefähr zwei Stunden bis vier Stunden einplanen, abhängig von Fläche und Farbton. Spachtelarbeiten und Trocknungszeiten können den Aufwand verlängern.
Werkzeug
- Farbrolle bzw. Farbwalze
- Farbrollerbügel und Teleskopstange
- Heizkörper- oder Kleinroller
- geeigneter Pinsel
- Abstreifgitter oder Farbwanne
- Rührholz oder Farbrührer
- Spachtel
- Schleifpapier oder Schleifschwamm
- sauberes Tuch oder Handfeger
Material
- geeignete Innenwandfarbe
- Malerabdeckvlies oder Schutzfolie, Altpapier oder alte große Tücher
- hochwertiges Malerklebeband
- Spachtelmasse für kleinere Beschädigungen
- gegebenenfalls Grundierung oder Tiefgrund
- bei Bedarf geeignetes Acryl für Anschlussfugen
Wie viel Farbe brauchst Du?
Farbbedarf berechnen
Berechne hier die ungefähr benötigte Materialmenge für deine Fläche. Der tatsächliche Verbrauch kann je nach Untergrund, Produkt und Verarbeitung abweichen.
Richtwert je Anstrich. Du kannst den Wert entsprechend dem Produkt, dem Untergrund oder den Herstellerangaben manuell ändern.
1. Raum und Boden sorgfältig schützen
Räume kleinere Möbel möglichst aus dem Zimmer. Größere Möbel stellst du mit ausreichend Abstand zur Wand in die Raummitte und deckst sie vollständig ab.
Für den Boden eignet sich Malerabdeckvlies meist besser als eine dünne Folie. Es ist rutschfester, nimmt kleinere Farbspritzer auf und lässt sich mehrfach verwenden – Stichwort Nachhaltigkeit.
Steckdosen- und Schalterabdeckungen sollten nach dem Abschalten der Sicherung möglichst abgenommen werden. Alternativ müssen sie sorgfältig abgeklebt werden. Auch Sockelleisten, Fensterrahmen, Türen und angrenzende Flächen werden geschützt.
Maler-Tipp: Drücke das Klebeband an den Kanten sorgfältig an. Auf staubigen oder kreidenden Untergründen haftet selbst hochwertiges Klebeband nicht zuverlässig.
2. Untergrund prüfen
Bevor du eine Wand streichst, solltest du wissen, worauf du eigentlich arbeitest. Nicht jede alte Wandfläche kann ohne weitere Vorbereitung überstrichen werden.
Prüfe die Oberfläche mit einigen einfachen Tests:
- Bleibt weißer oder farbiger Staub an der Hand, kann die Oberfläche kreiden.
- Lösen sich alte Farbschichten beim Reiben oder Kratzen, sind sie möglicherweise nicht ausreichend tragfähig.
- Zieht ein aufgespritzter Wassertropfen sofort dunkel in die Wand ein, ist der Untergrund stark saugend.
- Perlt Wasser vollständig ab, kann die Oberfläche sehr dicht oder verschmutzt sein.
- Bleiben nach einer Klebebandprobe viele Farbreste am Klebeband, muss der Altanstrich genauer geprüft werden.
Besondere Vorsicht ist bei alten Leimfarben geboten. Diese sind wasserlöslich und können durch einen neuen Dispersionsanstrich angelöst werden. Einfaches Überstreichen führt dann häufig zu Blasen oder Ablösungen.
Auch Feuchtigkeit, Schimmel oder Salzausblühungen sollten nicht einfach mit Wandfarbe überarbeitet werden. Hier muss zuerst die Ursache geklärt werden.
3. Wand reinigen und ausbessern
Entferne Staub, Spinnweben und lose Bestandteile vollständig. Fettige oder stark verschmutzte Bereiche müssen mit einem geeigneten Reinigungsmittel gesäubert werden.
Dübellöcher, kleine Risse und Beschädigungen kannst du mit einer passenden Spachtelmasse schließen. Nach dem Trocknen werden die Stellen vorsichtig geschliffen und anschließend entstaubt.
Gespachtelte Bereiche saugen häufig stärker als die übrige Wand. Ohne geeignete Vorbehandlung können sie sich später durch einen abweichenden Farbton oder eine andere Oberflächenwirkung abzeichnen.
Bei größeren Rissen sollte zuerst geklärt werden, ob es sich nur um einen oberflächlichen Putzriss oder um eine Bewegung im Bauteil handelt. Einfaches Überspachteln ist dann nicht immer dauerhaft ausreichend.
4. Bei Bedarf grundieren
Eine Grundierung ist nicht automatisch bei jeder Wand erforderlich. Sie sollte gezielt zum vorhandenen Untergrund passen.
Tiefgrund kann sinnvoll sein, wenn der Untergrund:
- stark oder ungleichmäßig saugt,
- leicht sandet,
- viele Spachtelstellen aufweist oder
- aus neuem beziehungsweise stark saugendem Putz besteht.
Zu viel oder falsch aufgetragener Tiefgrund kann eine glänzende und sehr dichte Oberfläche erzeugen. Darauf lässt sich Wandfarbe unter Umständen schlechter oder ungleichmäßig verarbeiten.
Achtung: Die Grundierung soll in den Untergrund einziehen. Sie darf keinen geschlossenen, glänzenden Film auf der Wand bilden!
Unser Rat: Bei unbekannten Altanstrichen, Leimfarben, Nikotinbelastung, Wasserflecken oder anderen problematischen Untergründen lohnt sich eine fachliche Prüfung.
5. Farbton und passende Farbe wählen
Ein Farbton wirkt auf einer kleinen Farbkarte häufig anders als auf einer vollständigen Wand. Licht, Raumgröße, Boden, Möbel und angrenzende Farbtöne beeinflussen seine Wirkung erheblich.
Teste deinen Wunschfarbton deshalb möglichst auf einer größeren Musterfläche. Betrachte ihn sowohl bei Tageslicht als auch am Abend bei künstlicher Beleuchtung. Schon gewusst: bei uns erhältst du deinen Wunschfarbton bereits ab 0,375 LTR (je nach Material)
Und für den Fall, dass du noch etwas unsicher bist, welcher Farbton es werden soll oder wie du zwei oder mehrere Farben miteinander kombinierst, haben wir extra für dich unseren Farbtonfinder programmiert:
Neben dem Farbton spielt die Qualität der Wandfarbe eine wichtige Rolle. Eine gute Innenfarbe zeichnet sich unter anderem aus durch:
- gutes Deckvermögen,
- gleichmäßige Verarbeitung,
- ausreichende Nassabriebbeständigkeit,
- ein zur Raumnutzung passendes Bindemittel und
- möglichst geringe Emissionen.
Für Flure, Küchen oder stärker beanspruchte Räume kann eine robustere Farbe sinnvoll sein als für ein selten genutztes Schlafzimmer. Je nach Untergrund und gewünschter Oberfläche kommen auch mineralische Farben, Kalkfarben oder andere wohngesunde Beschichtungssysteme infrage.
In unserem Farbenladen in Pfronten mischen wir deinen Wunschfarbton passend zum vorgesehenen Anwendungsbereich.
6. Farbe gründlich aufrühren
Rühre die Wandfarbe vor der Verarbeitung sorgfältig auf. Pigmente und andere Bestandteile können sich während der Lagerung absetzen.
Bei mehreren Gebinden desselben Farbtons empfiehlt es sich, die Farbe vor Beginn miteinander zu vermischen. Dadurch lassen sich mögliche geringe Farbtonunterschiede zwischen einzelnen Eimern vermeiden.
Verdünne die Farbe nur, wenn der Hersteller dies ausdrücklich erlaubt und es für den vorgesehenen Arbeitsgang notwendig ist. Zu stark verdünnte Farbe verliert Deckvermögen und kann ungleichmäßige Oberflächen verursachen.
7. Kanten und Ecken vorstreichen
Beginne an den Rändern der Wand. Streiche Ecken, Anschlüsse, Bereiche um Steckdosen sowie Übergänge zu Decke, Tür und Fenster mit einem geeigneten Pinsel oder Kleinroller vor.
Arbeite dabei nicht zu weit voraus. Die vorgestrichenen Bereiche sollten noch feucht sein, wenn du anschließend die große Fläche rollst. Dadurch verbinden sich Randbereiche und Fläche gleichmäßiger.
Diese Arbeitsweise wird als Streichen nass in nass bezeichnet.
Bei farbigen Wänden neben einer weißen oder andersfarbigen Fläche ist eine saubere Kante besonders anspruchsvoll. Das Klebeband kann mit Farbe unterlaufen, insbesondere auf strukturierten Flächen.
Pro-Tipp: In solchen Fällen hilft es, die Klebekante zuerst mit dem Farbton der angrenzenden Fläche dünn zu überstreichen (versiegeln) oder dünn mit Acryl zu füllen und erst danach mit der neuen Wandfarbe zu streichen. Trocknungszeiten nicht vergessen!
8. Wand gleichmäßig rollen
Tauche die Farbrolle gleichmäßig in die Farbe und rolle sie anschließend am Abstreifgitter ab. Der Rollenbezug soll vollständig benetzt sein, aber nicht tropfen.
Trage die Farbe abschnittsweise auf. Bewährt haben sich Flächen von ungefähr einem bis eineinhalb Metern Breite.
Verteile die Farbe zunächst gleichmäßig und rolle den Abschnitt anschließend ohne starken Druck in einer einheitlichen Richtung nach. Arbeite immer vom bereits gestrichenen, noch feuchten Bereich in die neue Fläche hinein.
Unterbrich die Arbeit möglichst nicht mitten auf einer Wand. Trocknet ein Abschnitt bereits an, bevor die angrenzende Fläche gestrichen wird, können sichtbare Ansätze entstehen.
Wichtig: Drücke die Farbrolle nicht mit Gewalt gegen die Wand. Ist kaum noch Farbe auf der Rolle, muss sie neu mit Farbe beladen werden. Starkes Drücken erzeugt häufig eine ungleichmäßige Struktur und zusätzliche Farbspritzer.
9. Trocknen lassen und Ergebnis prüfen
Lasse die Wand entsprechend den Herstellerangaben trocknen. Sorge für eine normale Raumtemperatur und mäßige Lüftung.
Starke Zugluft, sehr hohe Temperaturen oder direktes Heizen können dazu führen, dass die Farbe zu schnell und ungleichmäßig trocknet.
Während der Trocknung kann die Oberfläche zunächst fleckig wirken. Beurteile das Ergebnis deshalb erst, wenn die Wand vollständig getrocknet ist.
Scheint der Untergrund noch durch oder ist die Oberfläche ungleichmäßig, kann ein zweiter Anstrich erforderlich sein. Dieser darf erst erfolgen, wenn der erste Anstrich ausreichend getrocknet ist.
10. Klebeband rechtzeitig entfernen
Entferne das Klebeband vorsichtig, bevor die Farbe vollständig ausgehärtet ist. Ziehe es langsam und in einem flachen Winkel von der gestrichenen Fläche weg.
Ist die Farbschicht bereits stark angetrocknet, kann das Klebeband beim Abziehen einreißen. Es gilt also: je früher desto besser.
Anschließend kannst du das Abdeckmaterial zusammennehmen, das Werkzeug reinigen und Schalterabdeckungen nach vollständiger Trocknung wieder montieren.
Allgemeine Fragen
Wie vermeidet man Streifen beim Wandstreichen?
Streifen und sichtbare Ansätze entstehen meistens nicht durch eine einzelne falsche Rollbewegung. Häufig kommen mehrere Ursachen zusammen:
- Die Farbe wurde zu sparsam aufgetragen.
- Die Rolle war nicht ausreichend mit Farbe benetzt.
- Bereits antrocknende Bereiche wurden zu lange nachgerollt.
- Die Arbeit wurde mitten auf der Wand unterbrochen.
- Der Untergrund saugt ungleichmäßig.
- Hohe Temperaturen oder Zugluft lassen die Farbe zu schnell trocknen.
- Farbrolle und Farbe passen nicht zum Untergrund.
- Der verwendete Farbton besitzt ein geringeres Deckvermögen.
Arbeite zügig, aber nicht hektisch. Eine Wand sollte möglichst von einer Person vollständig und ohne längere Unterbrechung gestrichen werden.
Muss eine Wand zweimal gestrichen werden?
Nicht grundsätzlich. Ob ein zweiter Anstrich notwendig ist, hängt von der Qualität und dem Deckvermögen der Farbe, dem alten und neuen Farbton, dem Saugverhalten der Wand und der gewünschten Oberflächenqualität ab.
Bei einem ähnlichen Farbton und einem gleichmäßig vorbereiteten Untergrund kann ein hochwertiger Anstrich ausreichen. Bei starken Farbtonwechseln, problematischen Untergründen oder intensiven Farbtönen sind häufig zwei Arbeitsgänge sinnvoll.
Ein besonders dicker einmaliger Farbauftrag ersetzt nicht automatisch einen fachgerecht aufgebauten zweifachen Anstrich.
Welche Farbrolle ist für eine Wand geeignet?
Für glatte bis leicht strukturierte Innenwände wird meist eine mittelflorige Rolle verwendet. Auf gröberen Putzen muss der Bezug länger sein, damit die Farbe auch in die Vertiefungen gelangt.
Eine sehr kurzflorige Rolle kann auf rauen Flächen Fehlstellen hinterlassen. Eine zu langflorige Rolle erzeugt auf glatten Wänden möglicherweise eine unnötig grobe Struktur.
Hochwertige Rollen nehmen Farbe gleichmäßig auf, geben sie kontrolliert wieder ab und verlieren kaum Fasern. Ungeeignetes Werkzeug erschwert die Arbeit und kann trotz guter Farbe zu einem unruhigen Ergebnis führen.
Häufige Fehler beim Streichen
Direkt auf einen ungeprüften Altanstrich streichen
Nicht jeder alte Anstrich ist tragfähig oder mit einer neuen Wandfarbe verträglich.
Den Untergrund nur teilweise grundieren
Falsch oder ungleichmäßig grundierte Bereiche können sich später sichtbar abzeichnen.
Zu wenig Farbe verwenden
Wird die Rolle nahezu trocken über die Wand geführt, entstehen Strukturunterschiede und Fehlstellen.
Bereits antrocknende Farbe nachbearbeiten
Nachträgliches Rollen kann Ansätze, Glanzstellen oder eine ungleichmäßige Oberfläche verursachen.
Ungeeignetes Klebeband verwenden
Zu stark haftendes Klebeband kann vorhandene Beschichtungen ablösen. Zu schwach haftendes Klebeband lässt Farbe unterlaufen. Geeignete Klebebänder für die unterschiedlichsten Untergründe (Farbe, Holz, Putz, Tapete etc.) haben wir immer auf Lager.
Farbe ausschließlich nach dem Preis auswählen
Eine vermeintlich günstige Farbe kann mehr Arbeitsgänge, mehr Material und deutlich mehr Zeit erfordern. Entscheidend ist das für den Einsatzzweck passende Gesamtsystem.
Wann sollte besser ein Malerfachbetrieb übernehmen?
Eine intakte und überschaubare Wand lässt sich mit etwas Sorgfalt häufig gut selbst streichen. Fachliche Unterstützung ist insbesondere sinnvoll bei:
- nicht tragfähigen oder unbekannten Altanstrichen,
- Leimfarben,
- Schimmel- oder Feuchtigkeitsschäden,
- Nikotin-, Ruß- oder Wasserflecken,
- größeren Rissen,
- sehr hohen Räumen und Treppenhäusern,
- besonders glatten oder streiflichtempfindlichen Flächen,
- intensiven oder schwer deckenden Farbtönen,
- hochwertigen mineralischen oder dekorativen Oberflächen sowie
- hohen Ansprüchen an absolut saubere Anschlüsse oder auch
- Faulheit oder sonstige Abneigungen gegen das Streichen an sich
Die eigentliche Farbe ist nur die sichtbare letzte Schicht. Ein dauerhaft gutes Ergebnis hängt immer vom gesamten Beschichtungsaufbau ab.
Häufig gestellte Fragen
In welcher Richtung sollte man eine Wand streichen?
Von links nach rechts oder rechts nach links, hauptsache gleichmäßig auf der Fläche verteilen – zu zweit Arbeiten hilft ungemein, eine Person oben auf der Leiter und eine unten. Anschließend sollte der jeweilige Abschnitt ohne starken Druck in einer einheitlichen Richtung nachgerollt werden. Entscheidend ist vor allem, nass in nass und ohne längere Unterbrechung zu arbeiten. Bei Deckenflächen „vom Licht weg” streichen.
Streicht man zuerst die Decke oder die Wände?
Normalerweise wird zuerst die Decke und anschließend die Wand gestrichen. So können mögliche Spritzer oder Ansätze an der Wand später überarbeitet werden.
Wie lange muss Wandfarbe trocknen?
Die genaue Trocknungszeit steht im technischen Merkblatt des Produkts oder auf dem Gebinde. Unter normalen Bedingungen sind viele Innenfarben nach einigen Stunden oberflächentrocken. Für einen zweiten Anstrich muss die angegebene Überarbeitungszeit eingehalten werden. Viele bei uns erhältliche Produkte sind bereits nach 4 Stunden überarbeitbar. Somit kannst du deine Traumwand in kurzer Zeit fertig stellen.
Kann man eine Wand ohne Grundierung streichen?
Ja, sofern der Untergrund sauber, fest, tragfähig und gleichmäßig saugend ist. Eine Grundierung ist kein obligatorischer Arbeitsschritt, sondern muss zur Beschaffenheit der Wand passen.
Warum sieht die frisch gestrichene Wand fleckig aus?
Während der Trocknung verdunstet Wasser unterschiedlich schnell. Deshalb kann eine frisch gestrichene Wand vorübergehend fleckig wirken. Beurteile die Oberfläche erst nach vollständiger Trocknung.
Wie viel Farbe benötige ich für eine Wand?
Als grober Richtwert reicht 1 Liter Wandfarbe für etwa 6 bis 7 m² Fläche bei einem Anstrich. Das entspricht ungefähr 150 ml Farbe pro m².
Für eine Wand mit rund 10 m² Fläche benötigst du bei zwei Anstrichen daher etwa 3 Liter Farbe. Der tatsächliche Verbrauch kann je nach Untergrund, Farbton, Saugfähigkeit und Deckvermögen etwas höher oder niedriger ausfallen.
Kann man Schimmel einfach überstreichen?
Nein. Zuerst müssen Ursache, Feuchtigkeitsbelastung und Umfang des Schadens geklärt werden. Einfaches Überstreichen löst das Problem nicht und kann den Befall lediglich vorübergehend verdecken.

© Volker Falk